Wer sind wir?

Der AST e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich 2002 gegründet hat um die Wohnsituation behinderter Menschen um ein ambulantes Angebot zu bereichern. Wir haben das Modellprojekt zum persönlichen Budget des Bezirks Mittelfranken ( Modellphase Okt. 2004 bis Juni 2007) von Beginn an begleitet und sind seit dieser Zeit im Rahmen der Eingliederungshilfe durch ambulante Assistenz überwiegend im Rahmen sog. Persönlicher Budgets tätig.

Zielgruppe der Assistenz sind Menschen mit Behinderung im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB IX. Ein Rechtsanspruch auf ambulant unterstütztes Wohnen besteht nach § 55 Abs. 2 Nr. 6 SGB IX in Verbindung mit §§ 53, 54 SGB XII. Die Maßnahmen tragen dem Grundsatz "ambulant vor stationär" Rechnung, wie er in den §§ 9 und 13 SGB XII formuliert ist.

Eingliederungshilfe kann als Sachleistung oder mit Hilfe eines Persönlichen Budgets (§ 17 SGB IX) verwirklicht werden. Wir empfehlen das Persönliche Budget als die Hilfeform mit den besseren Steuerungsmöglichkeiten für Hilfeempfänger. Sie haben Interesse an oder wüssten gerne mehr über unsere Arbeit? Gerne informieren wir Sie telefonisch umfassend über unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Unser Team besteht aus Sozialpädagogen, Pädagogischen Fachkräften, Pädagogischen Hilfskräften, Assistenzkräften und Hauswirtschaftskräften. Wir können Ihnen damit unterschiedliche, in Persönlichen Budgets bewilligte Qualifikationen zur Verfügung stellen.

Grundlegende Informationen zum persönlichen Budget

Weitere Informationen in unserem Flyer (PDF) oder in dieser Broschüre (PDF) des Bezirks Mittelfranken.

Grundlegende Informationen zum „Persönlichen Budget“:

Wie ist es zum PB gekommen?

Mit Einführung des SGB IX, (1.7.2001) kam es zu einem sogenannten Paradigmenwechsel. Weg von der Fürsorge hin zu mehr Selbstbestimmung. Leistungen aller Rehabilitationsträger werden erbracht um die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern.

Nicht mehr nur Fachkräfte wissen und sagen was gut ist, was „gelernt“ werden soll, was wichtig ist, SONDERN der Experte in eigener Sache formuliert seinen individuellen Unterstützungsbedarf. Auf diesem Weg war und ist die Einführung des PB ein wesentlicher Schritt.

Was ist ein PB? (§ 17 SGB IX)

WICHTIG: KEINE neue Leistungsart, sondern nur eine neue Art der Leistungserbringung. Eine Geldleistung als Alternative zu einer sog. Sachleistung. Finanzielle Mittel, die nach dem individuellen Bedarf bemessen werden.

Was sind seine Aufgaben?

Grundidee: Menschen mit Behinderung erhalten einen bedarfsbezogenen Geldbetrag, um ihre erforderliche Unterstützung selbst organisieren und finanzieren zu können.

Einkauf von Leistungen eigenverantwortlich, selbständig, selbstbestimmt, sie werden Käufer, Kunden oder sogar Arbeitgeber. Als Experte in eigener Sache entscheiden sie selbst welcher Dienst, welche Person, welche Hilfen wann und wie erbracht werden sollen. Größtmöglicher Gestaltungsspielraum!

Ziele:

  • die Subjektstellung des Einzelnen fördern,
  • eine selbstbestimmte Lebensführung und
  • die Eigenverantwortlichkeit für die Bewältigung von Lebenslagen unterstützen,
  • Risiken der Ausgrenzung mindern oder beseitigen und
  • die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben der Gesellschaft fördern

Wer kann ein PB beantragen? (ambulanten EgH, Sozialleistung, unser Arbeitsfeld)

Zwei Anspruchsvoraussetzungen:

  1. Man muss zum anspruchsberechtigten Personkreis gehören § 53 Abs. 1 SGB XII:
    „…..Personen die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt sind........., oder von einer solchen bedroht sind.“
  2. Eine Bedürftigkeit, da es sich um eine Sozialleistung handelt (doppelter Eckregelsatz + Kaltmiete, ca. 1000€, Schonvermögensgrenze 2600€)

Auszug aus der Projektauswertung (Dr. Heidrun Metzler):

Knapp 80% der Budgetnehmer/innen sagen, dass sich ihr Leben zum Positiven verändert hat:

  • Mehr Aktivitäten und soziale Teilhabe
  • Psychische Stabilisierung und Wohlbefinden
  • Passendere Hilfen (individuelle Lösungen, soziale und zeitliche Flexibilität)
  • Erhalt oder Verbesserung der Selbstständigkeit (Wohnen und Alltag)
  • Unabhängigkeit von Diensten und Angehörigen
  • Kontrolle über das eigene Leben
  • Versorgungssicherheit, auch in Krisensituationen
  • Mehr Selbstbewusstsein
  • Entlastung des sozialen Umfeldes